Gefallen, Schachmatt – Jesus richtet Menschen auf – Ansprache zum 11. Sonntag im Jahreskreis (13. Juni 2010)

Die Tischgenossen, die mit Jesus beim Gastmahl anwesend waren, fragen: Wer ist dieser, der auch die Sünden vergibt? Jesus ist einer, der die Gegensätze an einen Tisch bringt. Einer, der die Unterschiedlichkeit der Menschen aushält und zusammenhält. Und einer, der Wege eröffnet, andere neu wahrzunehmen und sie neu zu sehen.

Lukasevangelium, Kapitel 7, Verse 36 bis 50
Ansprache von Hanna Hirschberger und Susanne Hold (Kirchlicher Arbeitskreis Straffälligenhilfe Kassel) in der Kirche Sankt Elisabeth im Rahmen der Ausstellung „In gesiebter Luft – Gefängnis-Geschichten
Dauer: ca. 14 Min.

Die Sünde bringt den Tod – Gott erweckt zum Leben. Gefängnispredigt zum 10. Sonntag im Jahreskreis C (6. Juni 2010)

Die Sünde bringt den Tod. Menschen im Gefängnis spüren dies unmittelbar – zumal dann, wenn man an den „sozialen Tod“ denkt. Leben stirbt gewissermaßen ab, wenn Kontakte und Kommunikation zwischen Menschen abbrechen – sei es aufgrund der persönlichen Schuld, sei es aus Angst, Abgrenzung und Stigmatisierung von Seiten der Umwelt.

Demgegenüber: Gott erweckt zum Leben. Dies durften gerade Sünderinnen und Sünder erfahren, denen Jesus besonders gern begegnete, und die in seiner Gemeinschaft neu Lebenshoffnung schöpfen durften.

Lesungen: Erstes Buch der Könige, Kapitel 17, Verse 17 – 24; Lukasevangelium, Kapitel 7, Verse 11-17
Predigt: Diakon Dietrich Fröba im Gottesdienst der Justizvollzugsanstalt Kassel I
Dauer: ca. 9.45 Min.

Mehr Bilder und Töne aus dem Gefängnis werden Ihnen bis zum 31. Juli 2010 in der Ausstellung „In gesiebter Luft“ geboten. Kirche Sankt Elisabeth, Friedrichsplatz 13, 34117 Kassel. Alle Infos zur Ausstellung und zu den Begleitveranstaltungen finden Sie unter www.in-gesiebter-luft.de

Wie kommt die Liebe in den Menschen? Predigt von Diakon Zlatko Mihajlov zum 7. Sonntag der Osterzeit (16. Mai 2010)

Nur durch Liebe kommt die Liebe in den Menschen. Es gibt keinen anderen Weg. Was wir „Sünde“ nennen, ist im Kern „Nicht-Liebe“. Gott, der die Liebe ist, hasst die Sünde, aber er liebt den Sünder. – Predigt im Rahmen der Ausstellung „In gesiebter Luft – Gefängnis-Geschichten“ in der Kirche Sankt Elisabeth.

Johannesevangelium, Kapitel 17, Verse 20-26
Predigt: Diakon Zlatko Mihajlov
Dauer: ca. 14 Min.

Info zu Ausstellung und Begleitprogramm: www.in-gesiebter-luft.de

„Euer Herz beunruhige sich nicht“ – Gefängnispredigt zum 6. Sonntag der Osterzeit (9. Mai 2010)

Für Menschen im Gefängnis gewinnen die Beziehungen nach „draußen“ eine existentielle Bedeutung, die ihnen vor dieser Situation vielleicht so nicht bewusst war. „Trägt unsere Liebe diese ungeheure Belastung oder geht unsere Partnerschaft in die Brüche?“ – so fragen sich die Menschen „drinnen“  Tag für Tag. Dabei können sie sich nur darauf stützen, einander zu vertrauen, und an ihre Liebe zu glauben. Ähnlich geht es den Jüngerinnen und Jüngern Jesu, als sie erfahren, dass ihre Lebensgemeinschaft mit dem Auferstandenen sich ändern wird. Wie damals, so wirbt der Auferstandene heute bei uns um unser Vertrauen und sagt uns den Beistand des Vaters zu.

Johannesevangelium, Kapitel 14, Verse 23-29
Predigt von Diakon Dietrich Fröba im Gottesdienst innerhalb der Justizvollzugsanstalt Kassel-Wehlheiden
Dauer: 9 Min.

Mehr aus dem Gefängnis erfahren Sie in der Kirche Sankt Elisabeth am Friedrichsplatz in Kassel im Rahmen der Ausstellung „In gesiebter Luft – Gefängnis-Geschichten – Schuld, Strafe und dann ein neues Leben?“ (bis 31. Juli 2010).

Info: www.in-gesiebter-luft.de

Gedanken aus dem Gefängnis in Zeiten kirchlicher Vertrauenskrise: aus der Predigt von Diakon Dietrich Fröba in der Justizvollzugsanstalt Kassel I zum Sonntag des Guten Hirten (25. April 2010)

Wir wollen, dass unsere Führungspersönlichkeiten  perfekte Menschen sind. Jesus aber ruft Sünderinnen  und Sünder – so wie uns selbst. Der Weg des Guten Hirten führt uns dahin, mit unseren eigenen dunklen Seiten umgehen zu lernen, und Schuld nicht mehr zu verdrängen. Der nächste Schritt besteht darin, dass wir uns selbst und einander die Chance zu einem neuen Anfang einräumen, damit Leben wieder wachsen und gelingen kann.

Johannesevangelium, Kapitel 10, Verse 27 bis 30
Predigt (Auszug): Diakon Fröba, JVA Kassel 1
Dauer: ca. 6.30 Min.

Kirche im Strafvollzug: Auszüge aus dem Gefängnisgottesdienst zum 2. Sonntag nach Ostern (11.04.2010)

„Bleibt nicht beim leeren Grabe stehn, ihr sollt nach Galiläa gehen, dort werdet ihr den Meister sehn“ (aus dem Gottesloblied Nr. 221). Die Gemeinschaft mit dem Auferstandenen wird dort lebendig, wo Menschen sich dem Geist Gottes öffnen und Jesu Wort im Evangelium annehmen. Dann leuchtet seine Gegenwart hinein in ihren persönlichen Alltag.

Ausschnitte aus dem Sonntagsgottesdienst in der Justizvollzugsanstalt Kassel I (Wehlheiden) mit der katholischen Gottesdienst-Musikgruppe und Diakon Dietrich Fröba
Dauer: 10 min.

Mehr Bilder und Töne aus dem Gefängnis gibt es ab dem 29. April 2010 in der Kirche Sankt Elisabeth am Friedrichsplatz. Dann startet dort die Ausstellung „In gesiebter Luft“ mit einem umfangreichen Begleitprogramm. Näheres dazu unter www.in-gesiebter-luft.de

Gefängnispredigt zum 3. Fastensonntag C (7. März 2010)

Wenn man einem anderen etwas weitersagt, kommt es auf die Zwischen- und Untertöne an. Als die Leute Jesus von einer Gewalttat des römischen Statthalters berichteten, fährt er sie schroff an. Seine Botschaft: Sich nicht  an den (vermeintlichen) Sünden anderer festhalten, sondern die eigene Situation selbstkritisch wahrnehmen und sich selbst unter die erbarmende Liebe Gottes stellen.

Lukasevangelium, Kapitel 3, Verse 1 bis 9

Eröffnung des Gottesdienstes in der Justizvollzugsanstalt Kassel 1 (Wehlheiden) mit Lied Gotteslob Nr. 160, gesungen von der katholischen Gottesdienst-Musikgruppe
Dauer: ca. 3 Min.

Predigt von Diakon Dietrich Fröba
Dauer: ca. 7 Min.