„Euer Herz beunruhige sich nicht“ – Gefängnispredigt zum 6. Sonntag der Osterzeit (9. Mai 2010)

Für Menschen im Gefängnis gewinnen die Beziehungen nach „draußen“ eine existentielle Bedeutung, die ihnen vor dieser Situation vielleicht so nicht bewusst war. „Trägt unsere Liebe diese ungeheure Belastung oder geht unsere Partnerschaft in die Brüche?“ – so fragen sich die Menschen „drinnen“  Tag für Tag. Dabei können sie sich nur darauf stützen, einander zu vertrauen, und an ihre Liebe zu glauben. Ähnlich geht es den Jüngerinnen und Jüngern Jesu, als sie erfahren, dass ihre Lebensgemeinschaft mit dem Auferstandenen sich ändern wird. Wie damals, so wirbt der Auferstandene heute bei uns um unser Vertrauen und sagt uns den Beistand des Vaters zu.

Johannesevangelium, Kapitel 14, Verse 23-29
Predigt von Diakon Dietrich Fröba im Gottesdienst innerhalb der Justizvollzugsanstalt Kassel-Wehlheiden
Dauer: 9 Min.

Mehr aus dem Gefängnis erfahren Sie in der Kirche Sankt Elisabeth am Friedrichsplatz in Kassel im Rahmen der Ausstellung „In gesiebter Luft – Gefängnis-Geschichten – Schuld, Strafe und dann ein neues Leben?“ (bis 31. Juli 2010).

Info: www.in-gesiebter-luft.de

Unterwegs mit unserem Jesus – Predigt von Pfarrer Markus Steinert in Verbindung mit der Ausstellung „In gesiebter Luft“ (1. Mai 2010)

Gerade im sündigen Menschen kann sich die Gnade und der Heilswille Gottes erst entfalten. Gott lässt den Menschen nicht los, sondern hält seinen Bund. So wird seine Herrlichkeit offenbar.

Johannesevangelium, Kapitel 13, Verse 31-33a.34-35
Dauer: 16 Min.

Nähere Informationen zur Ausstellung und zum Begleitprogramm finden Sie unter:
www.in-gesiebter-luft.de

Gute Arbeit überwindet Armut – Ansprache von Detlev Ruchhöft beim ökumenischen Gottesdienst zum Tag der Arbeit (1. Mai 2010)

Zum traditionell ökumenischen Auftakt am „Tag der Arbeit“ sprach Detlev Ruchhöft, Leiter des Sozialamtes der Stadt Kassel und Geschäftsführer der Arbeitsförderung Kassel-Stadt GmbH, beim ökumenischen Gottesdienst in der Kirche Sankt Elisabeth. Veranstalter des ökumenischen Gottesdienstes waren die Katholische Kirche in Kassel, die katholische Kolpingsfamilie Kassel-Zentral, die in diesem Jahr ihr 125-jähriges Bestehen feiert, und das Referat Wirtschaft, Arbeit und Soziales der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. (wer / 15. April 2010)

Dauer: ca. 14 Min.

Gedanken aus dem Gefängnis in Zeiten kirchlicher Vertrauenskrise: aus der Predigt von Diakon Dietrich Fröba in der Justizvollzugsanstalt Kassel I zum Sonntag des Guten Hirten (25. April 2010)

Wir wollen, dass unsere Führungspersönlichkeiten  perfekte Menschen sind. Jesus aber ruft Sünderinnen  und Sünder – so wie uns selbst. Der Weg des Guten Hirten führt uns dahin, mit unseren eigenen dunklen Seiten umgehen zu lernen, und Schuld nicht mehr zu verdrängen. Der nächste Schritt besteht darin, dass wir uns selbst und einander die Chance zu einem neuen Anfang einräumen, damit Leben wieder wachsen und gelingen kann.

Johannesevangelium, Kapitel 10, Verse 27 bis 30
Predigt (Auszug): Diakon Fröba, JVA Kassel 1
Dauer: ca. 6.30 Min.

Kirche im Strafvollzug: Auszüge aus dem Gefängnisgottesdienst zum 2. Sonntag nach Ostern (11.04.2010)

„Bleibt nicht beim leeren Grabe stehn, ihr sollt nach Galiläa gehen, dort werdet ihr den Meister sehn“ (aus dem Gottesloblied Nr. 221). Die Gemeinschaft mit dem Auferstandenen wird dort lebendig, wo Menschen sich dem Geist Gottes öffnen und Jesu Wort im Evangelium annehmen. Dann leuchtet seine Gegenwart hinein in ihren persönlichen Alltag.

Ausschnitte aus dem Sonntagsgottesdienst in der Justizvollzugsanstalt Kassel I (Wehlheiden) mit der katholischen Gottesdienst-Musikgruppe und Diakon Dietrich Fröba
Dauer: 10 min.

Mehr Bilder und Töne aus dem Gefängnis gibt es ab dem 29. April 2010 in der Kirche Sankt Elisabeth am Friedrichsplatz. Dann startet dort die Ausstellung „In gesiebter Luft“ mit einem umfangreichen Begleitprogramm. Näheres dazu unter www.in-gesiebter-luft.de

Gefängnispredigt zum 3. Fastensonntag C (7. März 2010)

Wenn man einem anderen etwas weitersagt, kommt es auf die Zwischen- und Untertöne an. Als die Leute Jesus von einer Gewalttat des römischen Statthalters berichteten, fährt er sie schroff an. Seine Botschaft: Sich nicht  an den (vermeintlichen) Sünden anderer festhalten, sondern die eigene Situation selbstkritisch wahrnehmen und sich selbst unter die erbarmende Liebe Gottes stellen.

Lukasevangelium, Kapitel 3, Verse 1 bis 9

Eröffnung des Gottesdienstes in der Justizvollzugsanstalt Kassel 1 (Wehlheiden) mit Lied Gotteslob Nr. 160, gesungen von der katholischen Gottesdienst-Musikgruppe
Dauer: ca. 3 Min.

Predigt von Diakon Dietrich Fröba
Dauer: ca. 7 Min.

Predigt zum 4. Sonntag im Jahreskreis C (31.01.2010)

Die Liebe charakterisiert der Apostel Paulus mit poetischen Worten – das 13. Kapitel seines ersten Briefes an die Korinther nennt man auch das „Hohelied der Liebe“. Für Ihn ist Liebe weniger Stimmung oder Gefühl, sondern eine Haltung, welche den Mitmenschen vorbehaltlos und bedingungslos zugewandt ist. In ihr leuchtet bereits von dem auf, was Jesus „Reich Gottes“ nennt.

1. Brief des Apostels Paulus an die Korinter, Kapitel 13, Verse 1-13 / Lukasevangelium, Kapitel 4, Verse 21 – 30
Predigt: Pfarrer Harald Fischer

Dauer: ca. 11 Min.

Predigt zum 2. Sonntag im Jahreskreis C (17.01.2010)

Der Evangelist Johannes überliefert von Maria, der Mutter Jesu, nur zwei Worte in direkter Rede: Bei der Hochzeit zu Kana sagte Maria ihrem Sohn: „Sie haben keinen Wein mehr.“ Und an die Diener des Hochzeitsfestes gewandt: „Was er euch sagt, das tut!“

Das Wunder um die leeren Weinkrüge lässt sich zeichenhaft auffassen: In unsere eigene Leere hinein möchte sich die Fülle Gottes schenken. Doch das geschieht nicht, ohne dass wir daran mitwirken – indem wir das alltäglich Nötige tun („Wasser schöpfen“) und indem wir glauben, auf die Möglichkeiten Gottes vertrauen.

Johannesevangelium, Kapitel 2, Verse 1 bis 11
Predigt: Pfarrer Harald Fischer

Dauer: ca. 13 Min.

Predigt zum Fest Taufe des Herrn (10.1.2010)

Frühindikatoren:  Menschen, die voller Hoffnung und Erwartung auf Gott sind – Weise, die sich aufmachen, um seinem Stern zu folgen – Jesus, der seinen Platz an der Seite von Menschen sucht, die von Schuld und Versagen niedergedrückt auf einen Neuanfang hoffen.Von Weihnachten aus schauen wir aus, was uns im begonnenen Jahr erwartet. Gott nimmt teil am Leben seiner Menschen – hier und heute.

Lukasevangelium, Kapitel 3, Verse 15 und 16, 21 bis 22
Predigt: Diakon Dietrich Fröba

Dauer: ca. 11 Min.

Predigt zum Neujahrstag (1.1.2010)

„Schaun wir mal“ – so lässt sich etwas umgangssprachlich die Reaktion der Hirten auf die Weihnachtsbotschaft des Engels hin ausdrücken: „Kommt, wir gehen nach Bethlehem, um das Ereignis zu sehen, das uns der Herr verkünden ließ (Lk 2, 15b).“

Dies kann auch die Haltung von Menschen sein, die im Vertrauen auf die Gegenwart Gottes in das Neue Jahr gehen: Schaun wir mal, was dieses Jahr als Zeit Gottes für uns und mit uns bringt und als Anregungen für unser Tun bereithält.

Lukasevangelium, Kapitel 2, Verse 16 bis 21
Predigt: Karl Gömpel, Pfarrer im Ruhestand

Dauer: ca. 19 Min.